Touristenvisum für Deutschland

Staatsangehörige von zahlreichen Nationen benötigen zur Einreise nach Deutschland ein Visum, dazu zählen – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die meisten asiatischen und afrikanischen Länder, wie auch einige zentral- und südamerikanische Länder. Aber auch Staatsangehörige von europäischen Ländern benötigen ein Visum, wie z. B. im Falle von Kosovo, Ukraine, Weißrussland oder der Russischen Föderation.

Nachdem Deutschland Mitglied des sog. Schengenraumes ist, erlaubt ein Schengenvisum, ausgestellt von einer deutschen Botschaft resp. Konsulat, nicht nur die Einreise nach Deutschland, sondern in alle Länder des Schengenraumes, der derzeit aus 22 EU-Ländern und 4 weiteren Nicht-EU-Ländern besteht.

Der Antrag auf ein Schengenvisum muss bei jener Botschaft gestellt werden, die das Hauptreiseziel des Besuchers darstellt und kann höchstens drei Monate vor der Ankunft im Schengenraum gestellt werden. Es kadownload (10)nn jedoch gut möglich sein, dass eine vorherige Terminvereinbarung nötig ist. Zusammen mit dem Reisepass, einem Passfoto mit neutralem Gesichtsausdruck jüngeren Datums mit hellen Hintergrund und dem peinlich genau ausgefüllten Antragsformular wird der Antrag bei der zuständigen Botschaft resp. Konsulat gestellt und es müssen zudem Begleitdokumente vorgelegt werden, die den Zwecke der Reise belegen, wie z. B. eine Reiseroute mit entsprechenden Hotelbuchungen. Wenn die Reiseroute mehrere Einreisen in den Schengenraum vorsieht (mit anschließender Ausreise), muss ein Visum für mehrfache Einreise beantragt werden.

Weiter muss eine Arbeitsbescheinigung oder ein anderer Einkommensnachweis bzw. eine Steuererklärung oder Kontoauszüge vorgelegt werden, sowie die Flugreservierung. Die Botschaft/das Konsulat sieht auch gerne eine Schreiben des Arbeitgebers mit Angabe des gewährten Urlaubs und anderen zweckdienlichen Details. Zudem muss jeder Antragsteller eine Reisekrankenversicherung abschließen, die nicht nur für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig ist, sondern auch im gesamten Schengenraum und je nach Aufenthaltsdauer eine Deckungssumme bis zu € 30.000 aufweisen muss.

Darüberhinaus kann die Botschaft/das Konsulat noch die Vorlage weiterer Dokumente verlangen, je nach Lage im Einzelfall.

Die Bestimmungen werden von den Botschaften bzw. Konsulaten meist sehr restriktiv gehandhabt, sodass sich schon die geringste Nachlässigkeit als verhängnisvoll erweist.