Die St. Hedwigs-Kathedrale zu Berlin

Ursprünglich hatte Friedrich der Große Mitte des 18. Jh. die Idee ein Pantheon errichten zu lassen, wo man allen Göttern huldigen kann, aber es kam ein wenig anders, es wurde eine katholische Kirche in Rundbauweise. Aber auch das ging nicht reibungslos vonstatten.

Was verschiedene Institution heute auch schaffen, war damals schon ein Grund, die Bauarbeiten zu unterbrechen: Geldmangel. Eine Lotteriespiel sollte Abhilfe schaffen, aber der sog. Siebenjährige Krieg sorgte für eine weitere Unterbrechung der Bauarbeiten. Etwa 25 Jahre nach dem Baubeginn konnte nach einer notwendigen Finanzspritze aus Rom das Bauwerk als vorläufig fertiggestellt betrachtet werden, die endgültige Fertigstellung erfolgte erst rund 110 Jahre später.

Nachdem diese Kirche der Schutzpatronin von Schlesien, Hedwig von Andechs, gewidmet ist, wurde auch der Name St. Hedwigs-Kirche abgeleitet, die übrigens in Berlin auf dem Bebelplatz steht. 1930 wurde die St. Hedwigs-Kirche zur Kathedrale erhoben, weil das Bistum Berlin errichtet wurde und die Kirche zur Bischofskirche erkoren wuCatedral_de_Fuldarde.

Als Folge davon erfolgte eine umfangreiche Umgestaltung wegen der Erfordernisse als Bischofssitz, die Kirchenhistoriker als kühn bezeichnen.

Der 2. Weltkrieg erwies sich für die Kathedrale als fatal, 1943 traf ein Bombenangriff das Gebäude schwer, der Innenraum und die Krypta brannten total aus, nur die Mauern und Säulen überstanden den Angriff. Es dauerte bis 1952, dass die Restaurierungsarbeiten begonnen wurden und zogen sich bis 1963 hin, aber die ursprüngliche Architektur konnte weitgehend beibehalten werden. Die herausragende Besonderheit ist, die St.Hedwigs-Kathedrale besteht aus einer Ober- und Unterkirche quasi auf 2 Ebenen, der untere Abschnitt umfasst die Hedwigskapelle mit Beichtstühlen und dem Taufbecken.

Die St.Hedwigs-Kathedrale erhielt bereits 1932 eine Orgelanlage, die gegenwärtige stammt aus jüngerer Zeit und ging 1978 in Betrieb und wiegt die Kleinigkeit von 20 Tonnen! Nach Angaben der Domgemeinde sorgt diese Orgel für einen ganz außergewöhnlichen Musikgenuss.

In der Kuppel über der Sakristei befinden sich die vier Kirchenglocken.